Ihr und euer Kandidat für den Bundestag

Liebe Klever Bürger*innen,

im Gesamtkontext von NRW gesehen, gehört unser Kreis zu den ländlichsten Regionen des Landes. Als ich vor knapp drei Jahren mein Studium begonnen habe, fiel meine Wahl bewusst nicht auf eine der großen Städte Deutschlands. Ich schätze die Ruhe und die schöne Landschaft, die die Städte und Gemeinden Kleves uns und den Besucher*innen bieten. Gleichzeitig ist aber auch ein Kreis wie der unsere nicht gefeit, ohne entsprechenden Einsatz heute den Herausforderungen der nächsten Jahre und der entfernteren Zukunft gerecht zu werden.

Was es braucht, sind Ideen, um den Menschen Stabilität im Alltag bieten zu können – wirtschaftlicher und privater Art. In kaum einem Kreis in NRW haben die Privathaushalte ein geringeres Einkommen als im Kreis Kleve. 7.000 der 45.000 Kinder sind hier von Armut betroffen. Das sind 7.000 Kinderleben, in denen kein finanzieller Spielraum für ein spontanes Eis im Sommer oder einen Kino-Besuch mit den Freund*innen ist. Das sind 7.000 Kinderleben, deren Alltag nicht nur von finanzieller, sondern leider auch sozialer Ausgrenzung geprägt sind.

Im krassen Kontrast dazu stehen die zehn reichsten Personen beziehungsweise Familien des Landes: Diese haben über Jahrzehnte und -hunderte hinweg ein Vermögen von schätzungsweise insgesamt mindestens 69 Milliarden Euro angehäuft. Die Superreichen ruhen sich auf einem Vermögen aus, das von unzähligen Arbeiter*innen überhaupt erst erwirtschaftet wurde. Zukünftige Generationen werden in diesen Familien ein Leben in Luxus leben können, ohne je etwas dafür getan zu haben, während das Geld – gut angelegt, natürlich – sich quasi im Schlaf vermehrt.

Diese Realität ist unfassbar weit von jeglicher sozialer Gerechtigkeit entfernt. Kein Kind sollte ein von Armut geprägtes Leben führen müssen, während gleichzeitig einige Wenige ein Leben in Saus und Braus leben können. Die Antwort auf solche Schieflagen in der Gesellschaft darf aber nicht sein, dass man seine Stimme denjenigen gibt, die ebendiese Missstände für fremdenfeindliche Ziele und eine Politik der Eliten missbrauchen. Im Gegenteil: Nur miteinander können wir die Verhältnisse, in denen wir leben, nachhaltig verbessern. Der Feind steht nicht neben oder unter uns. Die Feinde sind die Eliten und solche Menschen, die gesellschaftliche Missgunst und wirtschaftliche Ausbeutung fördern.

Es wird deshalb dringend Zeit, dass wir Vermögen wesentlich gerechter und nach unten verteilen, einen Mindestlohn einführen, der effektiv vor Altersarmut schützt – und wir müssen es den 7.000 und allen anderen Kindern ermöglichen, eine von Freiheit und Sicherheit geprägte Kindheit erfahren zu können. Vererben wir ihnen ein schönes Leben.

Ihr

 

 

Ferdinand Niemann

Ferdinand Niemann, Bundestagskandidat für den Kreis Kleve.

Anstehende Termine

08.09.2017: Podiumsdiskussion, Evangelischer Kirchenkreis Kleve
21.09.2017: Podiumsdiskussion, Kreisdekanat Kleve

Nicht vergessen

Am 24.09.2017 ist Bundestagswahl!